Vom Umgang mit Inhalten: Content Marketing und Content Management.

Was genau bedeutet eigentlich Content Marketing oder Content Management? Letztendlich geht es darum, mit Inhalten zu arbeiten. Zum Beispiel neben den eigentlichen Marketing-Aussagen eines Unternehmens Geschichten zu erzählen, die weit über die eigentlich Produktbotschaften hinausgehen. Nehmen wir ein Beispiel: Eine junge Frau macht sich mit einem kleinen Reisebüro selbstständig. Sie wird es nicht leicht haben, weil es außer ihrem noch Dutzende anderer Reisebüros gibt. Darum braucht sie eine clevere Idee: Sie bietet neben einem tollen Service eine Internetseite, die weltweit das Reisewetter und Reiseinformationen bereithält. Sie bereitet diese Informationen besser auf als die üblichen Wetterdaten-Anbieter sie bieten können, denn sie hat Freunde, die an der Uni Meteorologie studieren und ihr helfen, korrekte und zuverlässige Reisewetterinfos bereitzustellen. Damit hebt sie sich deutlich von ihren Mitbewerbern ab und betreibt „Content Marketing“.

Darum geht es bei den großen Markenartiklern schon lange – sie alle nutzen Content Marketing-Strategien, um ihre Kunden besser zu erreichen und langfristig zu binden. Doch auch der Mittelstand geht mehr und mehr dazu über, mit Inhalten einen Mehrwert zu schaffen, der positiv auf die eigene Marke einzahlt. Schrecken Sie nicht davor zurück, denn Themen gibt es in jedem Unternehmen!

In Unternehmen haben wir darüber hinaus noch Inhalte, die nicht für die allgemeine Öffentlichkeit bestimmt sind. Also die zielgruppenspezifischen Inhalte für einen speziellen Kundenkreis, für die Mitarbeiter, für den Vertrieb usw. Das sind beispielsweise Präsentationen, die anlässlich von Veranstaltungen gehalten werden.

Der Content-Manager ist die Person, die sich damit beschäftigt, diese Inhalte zu produzieren und zu verbreiten. Also die Texte auf die Homepage, auf Twitter, Facebook, XING & Co. zu stellen. Oder – wenn es um Präsentationen geht – dafür zu sorgen, dass die Kunden die Inhalte bereitstellen und die Kreativen daraus PowerPoint-, PREZI-, oder sonstige Kunstwerke machen. Hier kommt dem Content Manager oder der Content-Managerin eine besondere Rolle zu: Sie müssen sich inhaltlich mit den Themen auseinandersetzen, sie müssen verstehen, um was es geht, sie müssen die Kunden vielleicht von unterschiedlichen und neuen Präsentationsformen überzeugen. Auf der anderen Seite müssen sie mit den Kreativ-Teams arbeiten und dafür sorgen, dass alle Präsentationen rechtzeitig zur Veranstaltung zur Verfügung stehen. Dafür braucht es sehr gewandte, offene und interessierte Menschen, die gleichzeitig strukturiert und konzeptionell arbeiten und ebenso gute Projektleiter sind.

An einem meiner Leuchtturmprojekte sehen Sie, wie solch ein Content Management funktioniert:

Es geht um ein mittelständisches Unternehmen, dass ein ähnliches Unternehmen aus dem Ausland übernommen hat. Nun sollen diese beiden Unternehmen zusammengebracht werden, die gesamte Vertriebsmannschaft soll erleben, welche Produkte das jeweils andere Unternehmen herstellt und wo es seine besonderen Stärken hat. Wissenschaftliche Mitarbeiter und Labor-Mitarbeiter aus beiden Unternehmen stellen 16 Produktbereiche vor. Das Veranstaltungskonzept sieht vor, 16 Themeninseln zu bauen. Vergleichbar mit kleinen Messeständen. Die Optik ist für alle ähnlich, die Präsentationen sind alle anders. Eine Themeninsel mit kleinen Walking-Acts, die nächste funktioniert mit Exponaten, die nächste mit einer PREZI-Präsentation auf einem großen Touchscreen, auf einer Insel wird live gezeichnet (Visual Facilitation), eine Insel ist ausgestattet mit einem Großexponat plus Powerpoint-Präsentation, dann gibt es eine Quiz-Insel, usw.

Auf Kundenseite sind also 16 Teams, die inhaltlich betreut werden. Diese Inhalte werden nun weitergeleitet an die Powerpoint- und PREZI-Kollegen, an ein Grafik-Design-Team, das alle Poster, Roll ups etc. produziert sowie an die Schauspielkollegen, die ein Rollenspiel produzieren. Die nächsten im Team sind die Messebauer, die ebenfalls ein klares Briefing benötigen, was sie für die Ausstattung der einzelnen Themeninseln bereithalten sollen oder bauen müssen. Für alles die Fäden in der Hand zu halten und vor Ort zu erleben, wie das Team Hand in Hand arbeitet und die Kunden perfekte Präsentationen halten, das war mein persönliches Leuchtturmprojekt in 2014.

Ich freue mich auf neue Projekte im kommenden Jahr.

Herzlichst,

Ihre Sonja Grandjean

 

 

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