Keine Angst vor Präsentationen – ein kleiner Leitfaden zur persönlichen Vorbereitung.

Lassen Sie mich zunächst einige Aspekte von Präsentationen beleuchten:

 

Ihr Publikum.

Wer hört Ihnen zu? Was wissen Sie über Ihr Publikum? Machen Sie sich zunächst ein Bild vom Wissensstand Ihres Publikums. Einer Gruppe von Fachleuten müssen Sie die Basics nicht mehr groß erklären. Sprechen Sie aber vor Publikum ohne Vorkenntnisse, erleichtern Sie den Einstieg mit einfachen, zusammenfassenden Erläuterungen, bevor Sie zu komplexeren Informationen überleiten. Überfordern Sie in keinem Fall Ihr Publikum. Das menschliche Hirn hat begrenzte Aufnahmekapazitäten.

 

Ihr Ziel.

Was soll Ihr Publikum auf jeden Fall mit nach Hause nehmen und im Gehirn verankern, für möglichst lange Zeit? Bringen Sie das in einem Satz auf den Punkt, bevor Sie Ihre Präsentation anlegen. Versuchen Sie, diesem einen Satz ein Bild zuzuordnen. Über starke Bilder werden Botschaften nachhaltiger im menschlichen Hirn verankert.

 

Ihre Persönlichkeit.

Sie sollten sich persönlich wohlfühlen, wenn Sie präsentieren. Wählen Sie also eine Präsentationsform, die Ihnen liegt. Zeichnen Sie gerne? Dann bietet es sich an, am Flipchart zu skizzieren. Das hält die Aufmerksamkeit der Zuhörer wach. Reden Sie gerne frei, schweifen dabei aber gerne vom Thema ab? Disziplinieren Sie sich mit Moderationskärtchen, auf denen Sie Stichworte notieren – so vergessen Sie nichts. Fühlen Sie sich sicher, wenn Sie möglichst viele, eng beschriebene PowerPoint-Folien dabei haben? Das ist nicht besonders attrakiv – doch hier zählt Ihre Sicherheit. Lenken Sie die Aufmerksamkeit dann auf Ihre Person und weg von den Folien, dann bleiben Sie im Gedächtnis und nicht die PowerPoint-Schlacht.

 

Ihre Präsentationsumgebung.

Sie sollten über den Raum Bescheid wissen. Idealerweise stehen Sie in der Nähe der Leinwand und nicht am entgegengesetzten Ende des Raumes. Die Zuschauer müssen sich immer zwischen Ihnen und der Leinwand hin und her wenden. Das führt zu Konzentrationsschwächen. Leider findet man häufig in Besprechungsräumen in Unternehmen diese Anordnung vor. Mit etwas Glück können Sie noch einen Umbau organisieren, wenn Sie frühzeitig vor Ort sind. Die Lichtverhältnisse wirken sich ebenfalls auf die Präsentation aus, leicht abgedunkelt sollte es sein, aber nicht zum Einschlafen einladen. Achten Sie bei der Gestaltung Ihrer Medien auf die Kontraste hell:dunkel. Also nicht helle Schrift auf hellem Untergrund und möglichst nicht weiße Schrift auf schwarzem Grund verwenden.

 

Ihre Medien.

Natürlich ist es sehr einfach, mal eben schnell eine PowerPoint zu machen. Nur: „mal eben schnell“ sehen sofort alle Zuschauer. Hinterlassen Sie damit einen guten Eindruck? Nein. Also – machen Sie sich ein paar Gedanken, wie Sie eine PowerPoint auflockern können, ob sie überhaupt Folien brauchen, oder ob Sie mal eine andere Präsentationsform ausprobieren möchten, z. B. PREZI? Vielleicht bietet sich auch ein Hörspiel an? Selbst der gute alte Overhead-Projektor kann noch zu neuen Höhenflügen ansetzen, wenn man die Folien als Kunstwerk inszeniert. Oft hilft es, sich gute Vorträge und Präsentationen, die man selbst als Zuschauer erlebt hat, ins Gedächtnis zu rufen und daraus eine eigene Idee zu entwickeln. Stellen Sie sicher, dass Ihre Präsentationsform vor Ort reibungslos abgespielt werden kann. Denken Sie daran, die letzte Aktualisierung noch auf den USB-Stick zu ziehen …

 

Zu PREZI-Präsentationen lesen Sie meinen Fachartikel unter: http://www.intergerma.de/news/newsdetail/article/prezi-praesentationen-20-gegen-den-schnarchfaktor-bei-praesentationen.html

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